Dichter Regen, wie ein Vorhang aus dünnen Fäden fällt, füllt die Schlaglöcher und Bodenunebenheiten zu kleinen Sehen in denen sich die Welt spiegelt (Der Satz war für dich Willi). Noch Tage soll es so weitergehen. Wetter wie in den Tropen. Schwül-heiss, abends Gewitter. Während ich mich auf das Holzgeländer im Biergarten lehne und rauchend auf die Gleise hinausstarre, denke ich darüber nach, dass die ersten Stimmen schon wieder ein Zeichen für die Klimaveränderung sehen.
Die Eisbären werden sterben und sich in der Erinnerung der Menschheit zu den Dinosauriern gesellen.
Aber so ging es schon vielen Spezies. Igendwie kann ich mir vorstellen, das auch die Spezies Mensch vielleicht eines Tages dazu gehört. 
Wir neigen dazu, die Welt in unserem beschränkten kleinen Sichtfeld zu sehen, doch wenn man sich mal den Verlauf der Weltgeschichte jenseits der letzten 1000 Jahre ansieht, erleben wir eigentlich gerade mal die Zeit in der das letzte Eis abschmilzt. Wohin es gehen soll, wissen wir nicht.
Woher wollen wir eigentlich wissen, das die Menschen und ihre Lebensweise daran schuld sind?
Weil ein paar Streber in weissen Kitteln die früher in der Schule verhauen wurden das sagen?
Spielt das überhaupt noch eine Rolle?
Ständig werden neue Schuldige an dem Dillemma identifiziert. Mal sind es die Autos, dann wieder die Rinder. OK, ohne Auto könnte ich leben und wenn sie alle Rinder dieser Welt schlachten hat der Autor sicher eine Weile lang gute Chancen an billiges Rindfleisch zu kommen.
Aber dann würde ja eine weitere Spezies von dieser Erde verschwinden. Wieder einmal durch Menschenhand. Warum lassen sie die Eisbären nicht einfach die Rinder futtern? Zu weit? Na also bitte, ein wenig Engagement wird doch wohl zu erwarten sein.
Aber so sind wir Menschen, halten uns für den Schluss aller Dinge, glauben sie müssen sich in alles reinmischen und alles regeln… und stehen doch am Ende allein im Regen.
Haben sich vielleicht schon die Dinos für den Schluss aller Dinge gehalten und wurden von der Gründung einer Zivilisation nur von diesem blöden Meteoriten abgehalten?
Wie auch immer, vermutlich wird keiner von uns hier das noch erleben, auch wenn wir vor 30 Jahren schon hart dran waren.
Also schönes Überleben da draussen, wo immer ihr auch lebt.
PS: Ich werde dann jetzt doch die letzten 5 Tage meiner Reise im letzten Oktober veröffentlichen.



