16 Jahre Entenmassaker und John Rambo
Von Soulsnatcher • 17. Februar 2008 • Kategorie: Leben, SamstagWas die beiden Begriffe im Titel verbindet?
Nun, ein zünftiger “Männerabend” ist die Antwort.
Samstag Abend, 17:00 Uhr im Südwesten der Republik. Zunächst brachen wir auf zu einem unserer geliebten Whiskytastings. Im Killarney’s hat man neben einem wieder mal leckeren Buffet auch wieder ein paar Hervoragende Tröpfchen für uns bereit gehalten. Mein Favorit war hier eindeutig der 16 jährige Mortlach der von der Firma Whisky Tales vertrieben wird. Damit war dann auch der erste Teil des Abends schon rum.
Mitgenommen habe ich den Geschmack einiger exquisiter Tröpfchen und das Wissen, das Mortlach “Entenmassaker” bedeutet. Dies geht wohl auf eine Schlacht gegen einfallende Nordeuropäer im Mittelalter zurück.
Und da wir gerade bei Massakern waren und in bester Stimmung, haben wir uns noch schnell ins Kino begeben um das neueste Gewaltspektakel des Sly Stallone zu bewundern:
John Rambo lebt mittlerweile wieder in Thailand und verdient sein Geld damit, Kobras zu fangen als Kirchenangehörige ihn bitten, sie mit seinem Boot nach Birma zu bringen.
Rambo rät den Leuten ab, Birma sei Kriegsgebiet und ohne Waffen können sie dem Land keinen Frieden bringen, aber er fährt sie dennoch hin. Und natürlich muss er zwischendurch auch noch schnell ein paar Piraten erledigen.
Einige Wochen später wird Rambo von einer Söldnertruppe angeheuert um sie ebenfalls nach Birma zu bringen wo sie die mittlerweile vermisste Kirchengruppe suchen sollen. Rambo schliesst sich den Söldnern an, obwohl die nicht wirklcih begeistert von dem “Bootsmann” sind, doch - wie sollte es anders sein - können sie letzten Endes froh sein das er das tut.
Die Handlung setzt wieder mal auf Action, Action und noch mehr Action. Die Dialoge waren nicht so überragend und nein, es gibt auch kein blaues Licht. Allenfalls sein “Lebe für nichts, oder stirb für etwas” könnte hier Erwähnung finden, ist aber nicht wirklich neu und wirkt dadurch schon etwas abgedroschen.
Er ist älter geworden, dieser John Rambo. Das sieht man ihm an und das tut der Rolle irgendwo auch gut, macht es ihn doch etwas glaubwürdger. Ein wenig neidisch werden sicherlich viele männliche Zuschauer den Body des mittlerweile 61 jährigen Sylvester Stallone begutachten. Der Zuschauer wird durch verschiedene Gräueltaten wie Massenvergewaltigungen und das Erschiessen und Massakrieren von Kindern auf das Kommende eingestimmt. Etwas verärgert war ich darüber, das wir offensichtlich eine FSK 16 Version bekommenhaben und ich hasse es, mit schlechten Schnitten gequält zu werden. Aber das liegt wohl am Kino.
Letztlich wird natürlich der Mann den Sieg davon tragen, der ihn immer davon trug. In mittlerweile 4 Teilen. Vermutlich war es nun wirklich der letzte, zumindest deutet der Schluss des Filmes daraufhin.
Der Streifen ist ausgesprochen kurzweilig und Actiongeladen. Doch wer ihn im Kino sehen will, sollte sich vorher darüber klar sein, dass er einen “Rambo” sieht, er darf also keine hochgeistigen Dialoge erwarten.
Von mir hat er 4 von 5 möglichen Sternen. Den einen ziehe ich ab, weil ich der Ansicht bin, das auch in einem solchen Film dennoch Platz für bessere Dialoge wäre.
Nachtrag: Die schlechten Schnitte lagen nicht am Kino sondern sind der Prüfstelle zu verdanken: Rambo um 1 Min kürzer

ja, warn krasser film, ungeschönt brutal und stellenweise abartig grausam. wie kommst du drauf das kinos die filme schneiden?
Tja, gute Frage….
Ich dachte irgendwie, das die vielleicht ne Version für die Mittags-Kindergarten-Vorstellung erwischt hätten.
Oh gott nen Film den man nicht brauch ich fand Rambo schon immer sch…e blöd! Sly Stallone Mag ich auch nicht! Lieber den anderen als Terminator! Viel lustiger!
@kindergartenvorstellung: passte doch so wie wir uns benommen hamm *GGGG*
@ronin: auch du wirst noch gutes männerkino zu schätzen lernen
Was? Meine Film geschmack ist über jede Meinung erhaben!
Nach deiner Abstammung schon.
Ich weiss das sich der Geschmack auch noch mal ändern wird