A walk in the past

Von Soulsnatcher • 5. Juli 2008 • Kategorie: Fühlen, Knippsen, Leben, Unterwegs

Ok, der Titel ist ein etwas schräges Wortspiel, weiss ich.

Ich bin aufgestanden, habe einen Kaffee getrunken, mit meiner Mutter gealbert und dann meine Cam geschnappt um ein wenig in der Städte meiner Jugend zu wandeln.

Ich erreiche den alten Stadtkern, die Hagener Straße. Gehe sie entlang, stelle fest, dass in diesem Ort immer noch das Leben Samstag Morgen in der Stadt stattfindet. Die vielen Menschen aus der Türkei und Italien, die hier besonders in den 60er und 70er Jahren ihre neue Heimat fanden, haben dem Lebensstil hier schon einen gewissen Stempel aufgedrückt. Die Menschen sitzen in Eiscafes, Strassencafes und den Aussenbereich der bereits geöffneten Kneipen.

Ich schiesse ein paar Bilder, wandle durch die Strasse, die Augen hinter meiner Sonnenbrille verborgen betrachte ich jedes Gesicht das mir entgegen kommt ganz genau. Kenne ich den Menschen vielleicht? War ich mit IHM in der Schule? Bin ich als Junge vielleicht in genau SIE verschossen gewesen?

Dann erreiche das Ende des Stadtkerns, schiesse noch ein paar Bilder vom vielleicht beeindruckensten Bauwerk der Stadt: dem Dom.

Dann laufe ich zurück, setze mich in eines der Eiscafes, mein früheres Lieblingscafe, lasse die Gedanken fliegen. Neben dem Cafe ist eine Boutique. Den Namen des Besitzers kenne ich. In den frühen 90er Jahren haben wir gelegentlich zusammen ein paar Discos und Kneipen unsicher gemacht. Er wird sich kaum an mich erinnern. So wie die meisten hier.

Fremd geworden ist mir die alte Heimat, und doch merkwürdig vertraut. Interessantes Gefühl.

Dann geht mein Handy. Der Klingelton sagt mir: es ist one of one.

Sie kommt wieder her.  Sie will nur wieder da weg. Ob sie kommen darf. Dumme Frage eigentlich. Klar darf sie.

Aber ob sie mit meiner liebenswert chaotischen, lauten und manchmal etwas schrillen Familie die heute auch auflaufen wird zurecht kommt?

Man wird sehen. Irgendwann müsste sie das so oder so erleben, nicht wahr?

Und letzten Endes währe das immer die Grundvoraussetzung für jede Frau an meiner Seite. Mit meiner Familie leben können, idealerweise sie genauso lieben wie ich es tue.

Ich leere meinen Espresso und die Flasche San Pellegrino, stehe auf, entdecke ein Internetcafe und schreibe diesen Bericht.

Danach will ich noch einmal zum alten Bahnhof der Stadt. Vielleicht lohnende Motive?

Ich werde sehen.

Euch noch ein schönes Wochenende.

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4 Responses to “A walk in the past”
  1. Na das liest sich ja höchst interessant, Herr Könich :-D

  2. wo eure majestät sowas immer her nimmt???

  3. Lesterschwein says:

    Ja,mein lieber Bruder und das ist die Stadt wo ich mich zuhause und wohl fühle.
    Hier haben wir unsere tolle Kindheit erlebt,hier habe ich meine große Liebe gefunden und hier habe ich meine andere große Liebe geboren.
    Und als wir gestern nach einer Woche wunderschönen Urlaub in Holland wiederkamen,ist mir mal wieder besondersaufgefallen wie schön wir es hier doch haben.
    Und was mein Heimkommen perfekt machte war das du und unser großer Bruder hier seit.
    Ich habe dich lieb!!!!!

  4. Soulsnatcher says:

    Das sprudelt so aus mir raus, Homer :)
    Ich dich auch, Lesterschwein :)

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