Einsame Wege

Von Soulsnatcher • 3. August 2008 • Kategorie: Jakobsweg, Leben, Sonntag, Unterwegs

Nachdem ich heute morgen kurz mit einer Freundin gechattet habe und das Thema dabei aufkam, habe ich beschlossen:

Ich werde doch einmal nach Spanien kommen. Was ich eigentlich nie glaubte. Wir sprachen über den Jakobsweg, den Pilgerweg nach Santiogo di Compostela.

Ich bin nicht unbedingt ein gläubiger Mensch. Zumindest nicht sehr Kirchenfest, aber das Gehen dieses Weges, das Abschreiten hunderter Kilomerter in einem fremden Land. Das hat in meinen Augen schon ein unglaubliches Flair. Der Rucksack wird irgendwann schwer, die Stiefel füllen sich mit Schweiss, die Muskeln beginnen zu schmerzen. Ist man zu dick, reiben die Oberschenkel aneinander und reiben sich dabei wund.

Jeder der zurück kam, berichtet das ihm der Weg gut tat, er sich über Dinge klar werden konnte. Die einen konnten abschliessen, die anderen konnten neu beginnen.

Es scheint eine Herausforderung zu sein. Eine, der sich jeder auf seine Weise stellen kann. Die einen gehen schneller, die andern langsamer. Die einen allein, die anderen in einer Gruppe.

Ich will ihn allein gehen. Ganz allein. Mit meinen Gedanken, meine Problemen und meinen Träumen. Die Einsamkeit nutzen und mit meinen Dämonen abschliessen. Träume beenden, neue ersinnen. Kaum eine Gelegenheit wird sich besser eignen, Menschen “gehen” zu lassen.

Anvisiert habe ich als Zeitpunkt 3 Wochen im Frühjahr, vielleicht schaffe ich ja auch 2 Wochen im Herbst. Mal sehen.

Planung und ein klein wenig Bewegungstraining sind allerdings Voraussetzung. Ausserdem sollte die Ausrüstung stimmen. Werde mich mal schlau machen.

Guten Weg da draussen, wo immer ihr auch seid.

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9 Responses to “Einsame Wege”
  1. Mein erster Gedanke hierzu war: Pilgern??? Man hört in letzter Zeit einiges darüber, anscheinend ist es derzeit “in”. Aber das Pilgern, verleiht dem Gedanken an das “in sich GEHEN” einen neuen Klang, einen interessanten Klang. Einfach eine Zeitlang die kranke, hektische und überfüllte Zivilisation hinter sich lassen. Wandern. Gehen. Nachdenken. Sich Fragen stellen und vielleicht auch antworten darauf finden. Einfach nur SEIN. Nur einen Rucksack mit dem allernötigsten dabei. Keine Technik. Kein Computer. Kein Internet. Andere, gleichgesinnte Leute treffen. Neue Erfahrungen jenseits des alltages machen.
    Es klingt verlockend und sinnvoll, und es stellt sich Mir die Frage: Ja, warum eigentlich nicht?

  2. Soulsnatcher says:

    Genaugenommen werde ich sogar auf die Armbanduhr verzichten. Selbst den Fotoapparat werde ich wahrscheinlich daheim lassen

  3. noch eine Gemeinsamkeit: ich will und werde ihn auch gehen. Seit fast 3 Jahren ist das mein Wunsch, den ich mir bisher nicht erfüllen konnte, weil ich die 6 Wochen am Stück nie freimachen konnte.

  4. PS: ich trage schon seit Jahren keine Armbanduhr mehr.

  5. Ich komme mit, aber den Foto nehmen wir mit…..

  6. Soulsnatcher says:

    Hmm, also das mit dem Foto ist noch diskutabel :)

    Wobei mir dazu ein schönes Zitat einfällt:

    “Die Bilder trage ich im Herzen.”

  7. Ja, aber Ich will deine Pumpe nicht hier im Netz sehen müssen! ;-)

  8. kein kommentar! ;)

  9. Respekt, Habe mir mal vor langer Zeit das Buch “Ich bin dann mal weg” von Hape gelesen und muss sagen das dies eine große Herausforderung ist. Was er und auch andere dort durchgemacht haben fande ich unglaublich. Dennoch. Viel Glück.

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