Le Roi chez soi
Von Soulsnatcher • 16. Oktober 2008 • Kategorie: Donnerstag, Fühlen, Jakobsweg, Leben
Seit gestern ist der Soulsnatcher wieder zurück. Ein paar Kilo ärmer, die Sohlen der Jakob Wolfshaut Schuhe etwas abgelaufener und dafür deutlich um einige Erfahrungen reicher.
Vor allem um die Erfahrung reicher, das ich mit 42 meinen Körper auf manche Erlebnisse besser vorbereiten muss. Denn ich bin nicht umsonst gestern schon heim gekommen. Ursprünglich wollte ich ja bis Freitag gehen. Doch mein Körper spielte nicht mehr mit.

Geschafft habe ich die folgenden Etappen:
So. 04.10. Medelsheim - Auersmacher ca. 35 km zu Fuss
Di. 06.10. Auersmacher - St. Avold ca.25 km zu Fuss, ca. 25 km Anhalter
Do. 08.10. St. Avold - Metz ca. 45 km mit dem Bus
Fr. 09.10. Metz - Gorze ca. 23 km zu Fuss
Sa. 10.10. Gorze - Pont da Mousson ca. 21 km zu Fuss
So. 11.10. Pont da Mousson - Liverdun ca. 24 km zu Fuss
Mo. 12.10. Liverdun - Toul ca. 23 km zu Fuss
Di. 13.10. 5 km zu Fuss zur Bahn, dann Rückweg mit der Bahn.
Es war eine schöne Zeit, auch wenn jeder Tag wieder Stress brachte, Schmerzen, Hunger und Durst und die Frage: Wo schlafe ich heute nacht?. So brachte aber auch jeder Tag neue Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse. Vom ersten Tag an erfuhr ich eine Menge Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Wärme, auch in unserem Land in dem diese Dinge schon lange tot gesagt sind.
Als ich die französische Grenze überschritt hatte mein eigener Körper mir bereits Grenzen aufgezeigt, die ich vorher ignoriert hatte, nicht wahrhaben wollte. Aber auch diese Erfahrung lernte ich irgendwann zu akzeptieren.
Ich bin die komplette Reise unter Schmerzen gegangen und ich habe dennoch gesucht was ich fand. eine neue, nie gekannte Bescheidenheit ist ein weiterer Benefit dieser Reise, Ebenso wie das Erlebnis, das erste Mal seit meiner Kindheit wieder Kirchen zu besuchen ohne das es dafür einen Anlass gab.
Die vielleicht schönste, angenehmste und sicher auch lehrreichste Bereicherung aus dieser Zeit waren zwei Punkte. Ein grüner und ein roter. Zwei Menschen die mit mir einen großen Teil meines Weges gingen und von denen ich fast glauben mag, das sie mein Weg, oder auch meine Schutzengel waren.
Am Montag in Toul kam dann das endgültige Aus. Beide Knöchel schmerzten, der Rechte deutlich angeschwollen, gerötet und heiss.
Aber gestützt von der Erkenntniss meine Ziele doch bereits erreicht zu haben, früher als erwartet, konnte ich mich zufrieden zurück ziehen und die Heimreise am Dienstag antreten.

Doch was bedeutet eine Heimreise, wenn man sich da wo man war schon daheim fühlt?
Was bedeutet es, etwas zu finden?
Heisst es wirklich nur, das man Zeit hat nach etwas anderem zu suchen?
Hat man dann nicht eigentlich das Ziel verfehlt?
Ich habe jedenfalls etwas von meinem kleinen Egotrip mit genommen. Erkenntnisse über mich, den Wunsch öfter mein eigenes Wesen aus zu testen, an Grenzen zu gehen und sie zu überschreiten.
Einen ausgiebigen Reisebericht werde ich in den nächsten Tagen erarbeiten. Aber dazu brauche ich etwas Zeit. OK?
Gute Nacht da draussen, wo immer ihr auch seid.

ich beneide Dich um diese Erfahrung. Schön, daß Du wieder da bist!
HI mein großer Wanderer!!!!!!!!!!
Es ist schön zu wissen das du heile und fast gesund wieder da bist.
Habe mir doch große Sorgen um dich gemacht,auch wenn du schon groß bist.
Wir werden die Tage mal ein ausführliches Telefonat führen wo du mir alles erzählen mußt.
HIHIHIHI,das ist eine Drohung.
Habe dich ganz doll lieb!!!
LG dein Lesterschwein
Welcome Home!
…und viel zu erzählen er hat! Sehr gespannt wir sind
…so sei es. Nun er möge reden
Die Macht ist Stark in Ihm….
Er wird reden, meine jungen Padawane.
Sehr bald.
Möge der Saft mit euch sein
Sehr schön, wie gesagt wenn das nächstes jahr mit meinem Urlaub klappt und du das nochma machen willst komm ich mit!
Word, Ronin.
ABer dann fang schon mal an zu trainieren, sonst wirst du nur unnötig Schmerzen haben, glaub mir.
schmerzen sind mit meinen Krüppel Knie eh vorprogammiert!
Ja, deshalb sag ich ja: fang an zu trainieren, damit du dich nicht kaputt läufst