Über das Nicht-Schreiben
Von Soulsnatcher • 26. Oktober 2008 • Kategorie: Fühlen, Leben, Sex 'n twobridges, SonntagDa sitzt man nun. Hat Kilometer abgegrast, mit schmerzenden Knochen, nachgedacht, Menschen kennen gelernt und dann?
Man muss sacken lassen, verarbeiten und nachdenken.
Was mache ich mit den gesammelten Erkenntnissen? Wie verarbeite ich sie?
Ich habe beschlossen das zu tun, was ich am besten mit solchen Dingen tun kann. Ich schreibe.
Es ist viel, was zu schreiben ist, sehr viel. Und es braucht seine Zeit.
Oft schreibt man ganze Seiten, liest und löscht sie wieder weil sie zuviel Preis geben oder einfach gar nichts sagen. An anderer Stelle fügt man dann noch etwas ein, weil man es vergessen hat.
Dazu kommt dann das, was wir gerne das tägliche Leben nennen. Zwischenmenschliche Kontakte, Tastings, Training und die Mails mit Menschen die man mag.
Mein Leben wird wohl immer einer Achterbahnfahrt gleichen. Auf und ab, mal schneller, mal langsamer. Getrieben von Unruhe und Neugier. Aber während irgendwie alle wählen können, ob sie die nächste Runde mitfahren oder nicht, bin ich dazu verdammt auf dem vordersten Platz dieser Bahn zu sitzen, bei jeder Runde die Arme in die Luft zu werfen und fröhlich zu kreischen.
Wie schön ist es dann, zu sehen das Menschen freiwillig noch eine Runde zu steigen. Sei es weil es Spass macht, oder um mir Gesellschaft zu leisten.
Ist es nicht eines der Dinge, die einen Menschen ausmachen?
Die, die noch eine Runde mit ihm fahren?
Eine gute nächste Runde da draussen, auf welcher Bahn ihr auch immer gerade fahrt.

jaja, das leben ist eine achterbahn. und wenn man pech hat kotzen einen die mitfahrer voll …
… und er mag doch nicht Achterbahn fahren *g*
Ich liebe Achterbahn… vor allem ganz, ganz vorne…
So lange Du in Deinem vordersten Rang sitzt und fröhlich kreischst ist die Welt doch soweit in Ordnung, oder? So lange wirst Du auch immer jemanden finden, der gerne neben Dir Platz nimmt.
Es sind nicht unbedingt, so global betrachtet, die Menschen, die noch eine Runde mitfahren, die Dich, zumindest zum Teil, ausmachen; es sind die Menschen, die noch eine Runde mitfahren, und das obwohl Du vor Angst weinst und zitterst und aussteigen möchtest… finde ich
Gut ausgedrückt.
Und wenn sie dann noch deine Hand nehmen um dich zu beruhigen. Dann macht das eine Menge aus.