Memory, All alone in the mirror
Von Soulsnatcher • 11. Juni 2009 • Kategorie: FühlenDas wehmütige Fideln der Geige dringt tief ins Mark, pflanzt sich fort bis zum Rückenmark und von dort ins Hirn. Der getönte Spiegel an der Wand über dem Stehtisch zeigt mir das Geschehen, ohne das ich offen hinsehen muss.
Die wehmütige Musik, die vielen Menschen, Erinnerungen steigen auf, wie Morgennebel über dem Moor. Cinematisch anmutend werden Bilder, quasi Standbildaufnamen der Vergangenheit vor dem geistigen Auge arrangiert und der perfide, geistige Regisseur arrangiert die Übergänge auf die Wirklichkeit, vergleicht Menschen aus der Vergangenheit mit den Menschen der Gegenwart. Erstaunlich wie oft sich diese Menschen gleichen oder ähneln.
Die “Endfünzigerin”, die sich so selbstständig gibt und deren selbstsichere Fassade eigentlich nur ihre Angst vor dem Alleinsein kaschieren soll. Was meist nicht gelingt. So viele Male gesehen, soviele Male beobachtet.
Oder der coole, Anfang vierzig, gekleidet wie … upps, das bist du selber.
Die Gedanken gehen zurück, ein paar Tage, ein paar Wochen, viele Jahre.
Längst vergessene Ereignisse gehen einem durch den Kopf und ja: Mir fallen keine Fragen ein.
Daher:
Schönes Erinnern da draussen, wo immer ihr euch auch erinnert.

Oh das geht mir immer so wenn ich Musik höre. Zum Beispiel auf der Arbeit wenn im Radio ein Lied läuft mit einem gewissen Beat, kommen wieder Erinnerungen an alte Freunde, Nächte die nie enden sollten und verflossene Liebe.
Achja Kopfkino ist was schönes.