Guten Kaffee in Dublin…

Von Soulsnatcher • 1. Februar 2010 • Kategorie: Fühlen, Samstag, Schätze, Sonntag, Unterwegs

… kriegt man em ehesten beim Italiener.
Dem Schnee entflohen sind wir gegen 8:00 Uhr Ortszeit in Dublin gelandet.img_5603.jpg
Hier ist kein Fetzen Schee zu sehen und wie immer wenn ich in Irland bin lacht die Sonne. Das bewirkt auch sofort eine Ausschüttung an Endorphin und meine Laune steigt um einige Grad. Schon ist das “4 Uhr Aufstehen” und das “2 verdammte Stunden durch den Schnee zum Flughafen” vergessen.
Da es noch früh am Tag ist will ich als erstes ein “Full Irish”. Spiegelei, Sausages, Tomatos, baked Beans, Black & White Pudding und angebrannt schmeckender Kaffee.
Leider ist es auf der Insel durchaus üblich, den Kaffee in Glaskannen auf Warmhalteplatten so lange stehen zu lassen, bis fast das komplette Wasser verdunstet ist und nur noch Teer in der Kanne ist. dann wird der frische Kaffee einfach draufgeschüttet. Effizient, sicherlich. Schmeckt aber Sch****.
Dann mit dem Bus in die Stadt. Wer braucht schon einen “Express Link” für 6 Euro pro Nase, wenn es auch die Linie 16A für 2,20 tut? Die braucht zwar eine halbe Stunde, aber man hat viel mehr Zeit sich Land und Leute anzusehen.img_5607.jpg
Am Parnell Square ist die Busfahrt zu Ende. Ab hier zu Fuss weiter und bestaunen, wieviel Leben hier herrscht. Und über allem sticht in dieser Gegend meistens “An Túr Solai” in den Himmel. Im Hotel können wir erst um 14 Uhr einchecken, also beginnen wir mit einem kleinen Rundgang und anschliessender Besichtigung der Herztropfenfabrik.
Dann zurück ins Hotel, einchecken und anschliessendes eintauchen in Temple Bar, nachdem noch kurz Pierce Brosnan umgelegt und helfend in den WW1 eingegriffen wurde.
Ein Satz geht mir durch den Kopf: “In Dublin is every Night Saturday Night”. Wahnsinn, es stimmt! Ach, heute ist ja Samstag. Also Erkenntniss zurückschrauben.dscn0310.jpg
An jeder Ecke ein Leprechaun, eine Band oder auch Werber für einen Pub mit dem angeblich besten Essen in Temple Bar. Der Goldvorrat den die Leprechauns am Ende des Regenbogens vergaben haben scheint wohl aufgebraucht, denn sie müssen sich heute für Geld mit Touristen fotografieren lassen.dscn0303.jpg
Im Hotel dann erst einmal ausschlafen und anschliessend ein Frühstück in annähernd derselben Zusammenstellung wie am Vortag: Diesmal Rührei, Sausages, Tomatos, baked Beans, Black & White Pudding und angebrannter Kaffee.
Doch neben unserem Hotel gibt es glücklicherweise ein Italienisches Cafe in dem man auch einer ordentlichen Tasse Kaffee habhaft werden kann. Der Tag ist gerettet.img_5601.jpg
Anschliessend wollen wir noch ein wenig cachen. Wir schaffen 4 Stück in knapp 2 Stunden und nehmen danach noch ein weiteres Stück Irischer Geschichte unter die Lupe. Die Familie Jameson stellt unter dem Motto “Sine Metu” (Ohne Furcht) seit 1780 uisge beatha (gesprochen: uschkeba), also Lebenswasser her.
Der Weg zum Flughafen gestaltet sich noch einmal etwas abenteuerlich da der erste Bus völlig überfüllt ist und uns daher nicht mehr mit nimmt. Der zweite bringt uns dann aber doch sicher ans Ziel, auch wenn der Bus zwischenzeitlich auf einigen Bodenwellen umzufallen droht. Und dann immer dieses Fahren auf der falschen Strassenseite….
Zudem hätten wir uns gar nicht so stressen müssen, denn unsere Maschine hat mal eine ganz geschmeidige Stunde Verspätung.dscn0350.jpg
Bei der Landung in Hahn fällt es mir schwer, nicht darüber nachzudenken, wie ein Flugzeug eigentlich auf einer vereisten und zugeschneiten Landebahn bremsen soll. Machen die das komplett über die Triebwerke oder auch über das Fahrgestell? In Cork damals ist die Maschine selbst bei trockenem Wetter übelst geschlingert. Ach nein, einfach nicht daran denken. Mach dir besser Gedanken darüber, wie du bei dem Mistwetter die 126 km von Hahn nach Hause kommst.
Die Strassen sind tief verschneit, dennoch sind stellenweise Geschwindigkeiten von bis zu 70 oder 80 km/h möglich. dscn0401.jpg
Geendet hat die Reise dann, wo sie begonnen hat, beim Montagsmundschenk. Hier schliesst sich der Kreis. Denn darauf kommt es bei einem Kreis doch an, das er sich schließt, oder?

Gutes Schliessen da draussen, wo immer ihr auch schliesst :)

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4 Responses to “Guten Kaffee in Dublin…”
  1. Welcomen zurück ;-) Gib zu: die Reise hat mit dem Kitzel der widrigen Witterung noch mehr Spass gemacht als ohne, oder? :-)

  2. Willkommen zurück, klingt nach einer menge Spaß.

    Wie lange ich wohl noch betteln muss, bis ich mal mit darf. ;)

  3. Soulsnatcher says:

    @Maobe: Hast mich Erwischt :)
    @Ronin:_ Nicht betteln, einfach mitfahren :)

  4. Irland ist aber kein richtiges Irland, wenn es nicht regnet. Du hast geschummelt.

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