Es ist Herbst, die Blätter fallen, es wird kälter und zugiger, die morgende sind häufiger mal in Watte gepackt und die Tage werden kürzer. Die langen Balkonabende fallen aus, oder müssen unter einer Wolldecke stattfinden, was nur dann richtig stylisch ist, wenn es trocken ist.
Manch andere Belustigung die den Sommer verkürzt hat, ist auch nicht verfügbar. Doch ist das ein Grund verdriesslich zu sein? Sich zu ärgern oder depressiv zu reagieren?
Wohl eher nicht.
Andere Abende tauchen auf. In allernächster Zeit zum Beispiel werde ich mich wieder 380 km durch die Republik quälen, um die Menschen zu sehen die mir wichtig sind. Im Büro stehen technische Änderungen an, die mein Interesse wecken und im Pub gibt es zum einen wieder Live Musik am Donnerstag und regelmässige Tastings. Man muss auch kein schlechtes Gewissen haben, weil es noch so hell ist wenn man trinkt. Die Tage werden nicht kürzer, sondern die Nächte länger. Man ist nicht allein, man ist frei und es ist nicht nasskalt sondern man ist falsch angezogen oder zu geizig die Heizung aufzudrehen.
Vielleicht muss man in manchen Dingen die Perspektiven ändern, aber das kann sich lohnen. Ein ruhiger Abend daheim kann dann auch schon mal bei Wein bei der Nachbarin enden oder doch wieder an der Theke im Pub. Man kann im Wald spazieren gehen, mit den Stiefeln durch das frisch gefallene Laub kämmen, das Lichtspiel des Sonnenlichtes geniessen das durch die Bäume fällt und wenn man heim kommt Tee oder Kakao, Kaffee oder schon den ersten Glühwein trinken.
Für den ein oder anderen mag die Vorfreude auf Weihnachten aufkommen, für den anderen die Hoffnung auf Schnee.
Ist es nicht alles nur eine Sache der Perspektive?
Kopf hoch da draussen, wo immer ihr ihn auch hängen lasst.
Anj
08.11.2008; 20:59
Schöne letzte Worte!!! :-) Danke.