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Kategorien: Leben , Dienstag, Unterwegs, Geocaching,
Mein Handyprovider hat mich gern. Das merke ich daran, das er mich alle 2 Jahre anruft und mir wieder einen tollen neuen Tarif und ein tolles neues Handy gönnt.
Mein neues Handy ist diesmal wirklich schön. Ein Apple, kann ganz viele Dinge, und hat GPS.
Damit konnte ich dann endlich mal tun, was ich immer schon mal ausprobieren wollte: Geocaching.
Das ist im Prinzip nichts anderes wie eine Schatzsuche oder eine Schnitzeljagd, nur ohne Altersbegrenzung und für Technikfreaks.
Wenn man im Internet einen Cache gefunden hat, überträgt man die Positionsdaten in das GPS Gerät und marschiert (oder fährt) los.
Ich habe mich dann heute für eine Rätselcache gerüstet: Rucksack, abgespeckte Kameraausrüstung, Stabiles Messer, entsprechende Kleidung.
Der Cache war nicht weit von mir entfernt, vielleicht 4 km Luftlinie. Allerdings würde ich ein paar Täler kreuzen. Aber gut, ich hatte schon schlimmeres erlebt.
Das Wetter war etwas düster und wolkenverhangen und nach einer Stunde kam ich an einem meiner ersten "Lost Places" vorbei. Einem alten Vorratslager oder so was, vermutlich mal von den Amis hier platziert und irgendwann aufgegeben. Nun stehen die Gebäude vermodernt und verfallend im Wald und die Natur ergreift langsam wieder Besitz von der Gegend. Auch finde ich die ein oder andere Jakobsmuschel und stelle fest, das ich eigentlich wieder auf dem gleichen Weg bin, wie vorigen Oktober.
Nach einer weiteren halben Stunde erreiche ich meinen ersten Waypoint. Hier muss ich ein Rätsel lösen, um das eigentliche Ziel zu finden. Auf der Beilagenkarte soll ich die Beilage finden, die 3 Konsonanten hat, welche jeweils 2 mal auftauchen, mit "B" anfängt und manch einer hat ein solches Verhältnis. Leider ist die Speisekarte nicht zu ergattern, denn hier ist geschlossen.
Also studiere ich den Aushang in dem kleinen Glaskasten neben der Tür und hoffe, das mir etwas ins Auge fällt.
Bingo!
Mit breitem Grinsen stelle ich fest was gemeint ist und zücke Notizblock und Stift um die Koordinaten für das Ziel auszurechnen. Na das war ja eigentlich recht einfach. Ich gebe die Koordinaten ein und marschiere weiter. Ich muss ein weiteres Tal durchkreuzen. Leider sehr tief. Eine Menge Höhenmeter.
Zu allem Ärger zieht sich auch noch der Himmel zu. Finstere, schwere Wolken brauen sich zusammen und eben als ich im Tal bin und feststelle, das ich von hier aus nicht an den Schatz komme, fallen die ersten Tropfen.
Bald bilden sich dichte Schleier und ich ziehe den Regenschutz über meinen Rucksack. Jedoch passe ich da nicht mit drunter und bin wenig später Nass bis auf die Knochen und äusserst übellaunig.
Verdammt, so hatte ich mir mein erstes Mal nicht vorgestellt.
Ich kann zwar den Punkt zu dem ich will schon sehen, aber ich weiss nicht, wie ich dahin kommen soll.
Zwischen uns liegen Stacheldrahtzäune, meterhoch gewachsene Brennnesselfelder und ein Bach.
Ein Blick auf die Karten zeigt mir: umkehren, den Berg wieder hinauf und von oben versuchen.
Fehlanzeige.
Quer über den Weg gespannte Ketten und daran hängende Schilder weisen die Gegend eindeutig als Privatbesitz eines Menschen aus, der keinen Durchgangsverkehr schätzt.
Noch dazu wird der Regen wieder stärker.
Also beschliesse ich, es für heute gut sein zu lassen und umzukehren. Ich bin schon ziemlich geschafft und habe keine Lust mich mit Wachhunden, Gestrüpp und Bauern mit noch schlechterer Laune als meiner herum zu kriegen.
Ich weiss jetzt wo der Schatz ist und werde ihn mir im nächsten Anlauf holen.
Ich mache mich auf den Rückweg. Schon am ersten Berg frage ich mich, ob der schon so steil war, als ich ihn runterging. Dank GPS finde ich den Heimweg relativ schnell und als schon nach der halben Strecke wieder strahlendster Sonnenschein hervor kriecht, dauert es auch nicht lange, bis ich wie eine fröhliche Dampfmaschine durch die Gegend laufe.
Auf alle Fälle bin ich schon mal gespannt, was mein nächster Cache wird. Und ob ich dann mehr Erfolg habe.
Als dann, gutes Finden da draussen, wo immer ihr auch sucht.
Tags: Unterwegs, Veränderung, Geocaching,
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6 Kommentare
13.07.2009; 17:24
war spassig gestern :-) vorallem gleis 2,5 ist an dreistigkeit wohl kaum zu überbieten. lediglich affentanz/theater haben wir nicht gefunden. wahrscheinlich gibts den nicht mehr.13.07.2009; 21:28
Den gibt es noch. Aber nur bis Ende des Monats .19.07.2009; 20:41
So wie ich das verstanden habe, will er neue einrichten.
irgendlink
11.07.2009; 22:41
Sicher eine gute Wahl fürs Hobby, alter Pilger. Und optimal für Hundebesitzer. Wie heißt er denn, der Rätselcache?Für den besonderen Kick empfehle ich Gleis 2einhalb in Kombination mit Affentanz, Bahnhof und Schillerstraße.
Liebgrüß Irgendlink aka Pfaelzer