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Trennungen

Soulsnatcher 10.02.2009; 21:25;

Kategorien: Fühlen, Leben , Dienstag, Sex 'n twobridges,

Bei der ersten Trennung von einer "großen Liebe", glaubt man noch, man müsse sterben, das Leben ginge nicht mehr weiter und alles ist vorbei.
Es dauert unterschiedlich lange,bis man merkt, das es doch weiter geht. Man merkt plötzlich, das es noch andere Menschen gibt und man begreift, das Liebe ein recyclebares Gefühl ist.
Irgendwann kommt dann die eine, die wahre, die große Liebe. Dann ist es wieder da. Das Gefühl, sterben zu müssen.
Das Gefühl, ohne sie/ihn ginge es nicht weiter.
Und wenn dann die Trennung kommt ist alles aus. Alles vorbei.
Auch das Gefühl gibt sich dann eines Tages.

Doch wann bitte kommt der Punkt, an dem einem eine Trennung nichts mehr ausmacht?
Wann bitte fing es an, das eine Trennung - auch nach so vielen Jahren- nur noch einen kleinen, ab und an wiederkehrenden Stich gibt?
Ist man dann einfach erkaltet?

Oder ist das der Punkt, an dem wir erwachsen wurden?
Wenn das bedeutet, erwachsen zu sein, dann will ich meine Jugend zurück. Und zwar sofort.

Denn gehört Angst zu verlieren nicht zum Glück zu besitzen?
Denn gehört der Schmerz nicht zum Lieben?

Angenehmes Lieben da draussen, wo immer ihr auch liebt.

Tags: Veränderung, Liebe, Single Lifestyle, Sex 'n twobridges, Trennung,


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12 Kommentare

irgendlink

11.02.2009; 00:27

Hum? Du meinst, das hört irgendwann auf, dass man glaubt, man müsse sterben? Klingt wie eine Wohltat. Mir jedenfalls war bisher immer todsterbenselend.
Dass Liebe ein recyclebares Gefühl ist? Das regt mich jetzt zum Denken an. Dank dafür.

Soulsnatcher

11.02.2009; 02:38

Zumindest bei mir hörte es auf.
Aber ich bin ja auch ein Jahr älter, nicht wahr? :)

Dark Angel

11.02.2009; 12:13

Ich musste gerade herzhaft schmunzeln...

Wenn es nicht weh tut, war es keine Liebe. Und wenn das, was in den letzten Monaten so schweineweh getan hat, Liebe ist, kann ich gut und gerne für den Rest meines Lebens darauf verzichten.

Es ist scheissegal, ob es sich um fünf Wochen oder acht Jahre handelt, wenn man versteht, dass man den Menschen verloren hat, den man jeden Morgen als erstes sehen möchte, wenn man wach wird und abends als letztes, wenn man schlafen geht. Dummerweise kommt diese Einsicht manchmal ein paar Tage zu spät...dann hat man ein Problem.
Doch was ist nun schmerzhafter? Diesen potenziellen Lebenspartner zu verlieren, oder die Erkenntnis, dass man sich schon wieder in jemanden so getäuscht hat? Dass man auch den besten Freund verloren hat? Ist Freundschaft und das daraus resultierende grenzenlose Vertrauen in einen Menschen auch recyclebar?

Manuela

11.02.2009; 14:34

Ich lebe gerade mit einem erkalteten Mensch zusammen.Und dass ist nicht mehr schön.Und ja dies gibt es.
Wenn einem dass Leben nur Streiche spielte.Man immer von allen verlassen wurde.Man niemanden hatte der einem wirklich versteht.Wenn jede Liebe einem ausgenützt hat...(so wurde mir dies gesagt..von ihm).
Ich glaube er hat soviel erlebt dass es ihm eines Tages reichte.Seine Seele..sein Herz wurden geschlossen.Heute leidet er selbst unter seiner Kälte,weil ich versuchte mit all meiner Liebe sein Wesen zurück zu holen.Ich konnte kaum was tun.Niemand konnte was tun.Nun braucht er Hilfe..aber auch dort stopfen sie ihn nur voll mit Medikamente..die zwar helfen dass er den Altag besser übersteht..aber grossartige Gefühle lösen sich nicht.
Traurig.Man hat ihm ZUlange nicht geholfen.
Ich glaube aber,es brucht sehr sehr viel Leid dass man so kalt wird wie er.Also wenn mal der Schmerz nicht so toll war..wars auch nichts grosses.
Dann wartet man halt einfach noch ein wenig.Irgendwo gibt es sicher jemand-der dies auslöst und man
dann wieder genug früh leiden darf ;)

manuela°

Gabi

11.02.2009; 15:53

Liebe ein recyclebares Gefühl? Ganz klar NEIN !
Denn Liebe ist so einzigartig wie der/die Mensch(en), den/die man liebt oder geliebt hat und somit nicht wiederverwendbar.

Das, was bei einer Trennung so schmerzt, ist ganz einfach Egoismus und ein äusserst angekratztes Selbstbewusstsein.
Mit den Jahren stellt man sich vielleicht auf eine "Schmerzreduktion" ein, evt. zwecks Selbstschutz. Man ändert seine Einstellung um nicht gänzlich unterzugehen.
Was nicht heissen soll, das es einen nicht doch *aus den Schuhen hauen* kann ;-) .

Wahre Liebe lässt keinen Besitz zu. Folglich gibt es auch keinen Verlust.

Angenehmes Lieben da, wo immer du auch gerade bist.

irgendlink

11.02.2009; 22:53

Lieber Herr Soulsnatcher, vielleicht hast Du recht: in diesen alterlichen Breiten ändert sich ja so einiges im Leben eines Mannes. Ich müsste jedoch erst eine neue Liebe finden und mich wieder von ihr trennen, um herauszufinden, ob es noch weh tut.
Beim Bericht "Auf allen Vieren nach Nancy" fand ich sehr schade, dass Du Dich nicht noch weiter schinden konntest :-). Ich hätte Dich gerne in Vezelay, Lourdes usw. gesehen.

Soulsnatcher

12.02.2009; 01:17

Das kommt noch.
Ich werde wohl in diesem Jahr noch weiter gehen. :)

Mao-B

12.02.2009; 01:26

ich kann es nachvollziehen, schliesslich habe ich selbiges von einigen jahren selbst durchleben müssen. ich würde aber nicht gerade sagen das gefühle receyclebar sind, schliesslich habe ich die gefühle für die letzte ex ja nicht mehr. ich würde es eher so beschreiben, das die fähigkeit gefühle zu empfinden nach der trennung erstmal im eimer ist, aber sich nach und nach wieder regeneriert und man nach einer weile plötzlich wieder gefühle für einen anderen menschen als sich selber entwickeln kann. prinzipiell ist das leben zu schade um sich ewig vor selbigem zu verstecken. man durchleidet eine phase der trauer und des durchaus verdammt tiefen schmerzes, aber irgendwann macht es BÄM! ... und man gegegnet dem nächsten lebensabgeschnittsgefährten... und was sich dann daraus entwickelt, nun, das steht natürlich in den sternen, aber es gehören immer ZWEI dazu.

ich persönlich möchte dieses gefühl durchaus wieder haben, ich hatte es auch in den letzten monaten mal wieder, aber wie gesagt, es gehören halt mal zwei dazu ;-) aber auch wenn nichts draus wird, oder geworden ist, kann man diese phasen durchaus zum positiven nutzen. find ich.

daRONN

12.02.2009; 16:31

"Das, was bei einer Trennung so schmerzt, ist ganz einfach Egoismus und ein äusserst angekratztes Selbstbewusstsein."

@ Gabi: Einspruch. Wenn diese Liebe das Leben war, dann ist es einfach nur die Hilflosigkeit und Angst davor, nie wieder lieben zu können, weil einem alles Schöne mit einem Schlag genommen wurde.

One for One

13.02.2009; 09:37

Warum wird über das Thema Liebe diskutiert?

Liebe was ist das schon großartiges? Es wird "hochgespielt", als gäbe es nichts wichtigeres im Leben als das! Manche Menschen kommen SEHR GUT alleine klar, andere bilden sich eine DIE Liebe gefunden zu haben und richten ihr Leben nach nur EINEM Menschen aus. Dann auf einmal ist dieser EINE Mensch nicht mehr da und dann? Klar, es ist ein Schmerz, aber keine Liebe! Es ist das gewohnte Umfeld welches zusammengebrochen ist! Man fühlt sich verlassen, versetzt und unverstanden. Warum trauern wir um den EINEN Menschen der uns dann doch im Stich lässt? Sollte man sich nicht selbst am meisten vertrauen und auf sich aufbauen! NATÜRLICH ist es für viele die Erfüllung zusammen durchs Leben zu gehen, aber warum muss man trauern? Es gibt soviel andere WICHTIGE Dinge im Leben die uns antreiben sollten weiter zu machen! Macht euch alle mal Gedanken über das Wort LIEBE! Es wird SO OFT verwendet und hat glaube ich die Bedeutung von vielem verloren! Ich kann auch Dinge Lieben die nie erwähnt werden! Meine Blumen, mein Auto, meinen Beruf, meine neuen Schuhe, meine Wohnung... SO OFT wird gesagt " Ich Liebe.... mein Leben, mein Auto, meinen Hund... " Was ich nicht verstehe, das soviele Menschen immer wieder von Liebe sprechen... Wenn doch ein Mensch das "weite" sucht, dann muss man ihn gehen lassen... Dann war es mit 100%iger Sicherheit NICHT der/die richtige! Man sollte das auf sich ruhen lassen und weiter machen. Irgendwann, wenn man es nicht glaubt, steht der/die vor einem und DANN kann man von Liebe sprechen! Aber nicht wenn man verlassen wurde! Diese jenigen welche waren es dann nicht werd!

Einige werden denken... bla bla was redet die da! Aber hey, macht euch Gedanken darüber und hört auf zu jammern. IHR seid in eurerm Leben das wichtigste und das sollte Zählen! Wenn es mal eine LIEBE gibt, dann werdet ihr das merken und nicht am verletzten Stolz über Jahre hinweg rumjammern!

Sodala... das wars dann mal von mir!

Gabi

13.02.2009; 14:24

@ daRONN:
o.g. ist eine "Gabische These", die mir irgendwann das "Überleben" sicherte, also ohne jeden wissenschaftlichen Hintergrund ;-).

Dieses vernichtende Verlustgefühl nach einer Trennung sei es durch Tod, Ablehnung, Ablösung ect. des Menschen den man liebt,
sagt doch, das dieser Mensch einem nicht mehr zur Seite (Verfügung) steht.
Oder wie du es ausdrückst: *alles Schöne mit einem Schlag genommen wurde*, wobei ich wieder beim Egoismus bzw. einer gesonderteten Egoform angelangt bin.

Wenn man es aber schafft, bedingungslos und ohne Machtanspruch zu lieben, bleibt man weiterhin offen für andere und vorallem für sich selbst.

Andre' Gide schrieb vor langer Zeit dazu:
"So ist das Leben:
Wenn sich eine Tür schliesst,
öffnet sich eine andere.
Die Tragik liegt darin,
dass wir nach der geschlossenen Tür blicken,
nicht nach der geöffneten".

Dark Angel

13.02.2009; 16:23

@One for one:
Warum man trauern muss? Weil das zum Leben gehört wie Atmen, Essen, Pipi machen etc.
Wenn man nicht trauern kann oder darf, ist man kein Mensch, sondern ein Roboter oder...ein Eisklotz, an dem alles abprallt und wenn man nicht in der Lage ist, solche Dinge zu verarbeiten, wird man auch nicht mehr in der Lage sein, solche Gefühle zuzulassen. Deshalb trauert man. Das geht so lange, wie der Mensch eben braucht, manche verarbeiten sowas innerhalb von 2 Wochen, andere schaffen es ein Leben lang nicht.
Trauern ist nicht dumm und unnötig, sondern menschlich!

Und außerdem, was meinst du mit "Es gibt soviel andere WICHTIGE Dinge im Leben die uns antreiben sollten weiter zu machen!"?
Familie, Freunde, Arbeit? Liebt man die nicht auch? ;)

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Auf allen Vieren ...


Burggräben kommen wohl nie aus der Mode. Blick vom Eingang auf das MG Noch einmal der Graben Auch das MG am Eingangnoch mal aus der Nähe Die Stromversorgung hatte offensichtliche Schwachstellen MG Schutz für den Eingang, so angelegt das freies Schussfeld vorhanden.